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Erster Dachfonds der Immac Gruppe

Autor: Markus Gotzi (Journalist)

Erster Dachfonds der Immac Gruppe

Seit rund 25 Jahren steht der Name Immac für Beteiligungsmodelle mit Pflegeheimen und ähnlichen Sozialimmobilien. Und stets wussten die Anleger, an welchen Objekten sie sich beteiligen. Nun jedoch erweitert Immac seine Angebots-Palette, was der aktuellen Situation auf den Märkten für Pflegeheime geschuldet ist. Erstmals bietet das Unternehmen einen Dachfonds an, mit dem sich die Zeichner an einem risikogemischten Portfolio aus mehreren Immobilien beteiligen, die noch nicht feststehen.

Konzept: Das Konzept des „Immobilien Renditedachfonds Deutschland“ ist das eines typischen Blind Pools. „Vor dem Hintergrund permanent steigende Baupreise und hoher Kaufpreisfaktoren für Bestandsimmobilien ist es zu einer großen Herausforderung geworden, Investitionsobjekte zu identifizieren, die unsere Qualitätsanforderungen erfüllen und gleichzeitig eine nachhaltige Rendite für Anleger in Aussicht stellen“, begründet Immac in seinen Verkaufsunterlagen die Entscheidung für den ersten Dachfonds der Unternehmens-Historie.

Objekte: Der Fonds beteiligt sich nicht direkt an den Immobilien, sondern zeichnet Anteile an Zielfonds. In Frage kommen Publikums-AIF und Spezialfonds ausschließlich der Immac Group selbst und somit Pflegeheime, Objekte des Betreuten Wohnens, Reha-Zentren, Kliniken, Therapiezentren und Hotels. Geeignete Zielfonds sind nicht nur kommende Angebote, sondern auch bereits aufgelegte Fonds.

Kalkulation: Der Dachfonds will zu Tickets ab 10.000 Euro mindestens rund 6,5 Millionen Euro einsammeln. Das maximale Volumen liegt bei 32,7 Millionen Euro. Der Dachfonds verzichtet auf Fremdkapital. Komplett ohne Darlehen geht es jedoch nicht, denn die Zielfonds sind teilweise mit Krediten finanziert. Die Zeichner profitieren von den Mieteinnahmen und dem späteren Verkaufserlös. Immac will die Ausschüttungen anteilig monatlich überweisen, die zwischen drei und fünf Prozent p.a. erreichen sollen.

Anbieter: Bislang hat Immac 129 Investmentvermögen aufgelegt mit insgesamt 168 Investitionsobjekten, in der Regel Pflegeheime. Davon hat Immac zehn Fonds mit in Summe 43,8 Millionen Euro Eigenkapital aufgelöst. Die durchschnittliche Jahresrendite der aufgelösten Fonds übertraf stets sechs Prozent.

Markt: Der Pflegemarkt in Deutschland legte im Jahr 2020 um rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Das geht aus den Veröffentlichungen zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes vom April 2022 hervor. Die stationäre und (teil)-ambulante Pflege verursachte Kosten in Höhe von rund 67 Milliarden Euro und damit mehr als 15 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben. Die aktuelle Pflege-Statistik zählt 818.000 Menschen und damit knapp 20 Prozent aller rund 4,1 Millionen Pflegedürftigen als Bewohner vollstationärer Pflegeeinrichtungen. Das RWI in Essen geht in seinem Basis-Szenario davon aus, dass die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2040 auf 5,56 Millionen Menschen steigt. Bleibt die Quote derjenigen in stationärer Pflege unverändert, sind knapp 1,2 Millionen Heimplätze nötig. Den Bedarf an Betreutem Wohnen gibt Bulwien Gesa mit vier bis sechs Prozent der 65-jährigen und älteren an.

Hotelmarkt: Über seine Tochter Deutsche Fondsvermögen DFV bietet Immac Kapitalanlegern die Beteiligung an Hotels an. Mit einem Anteil bis zu 35 Prozent können Hotels ebenfalls Assets im Dachfonds darstellen. Die vergangenen Jahre waren schwierig, vor allem wegen Corona. Eine Rückkehr zum Vorkrisen-Niveau erwarten manche Experten erst im Jahr 2025 und rechnen damit, dass sich die Hotels in den Stadtzentren zügiger erholen als in der Peripherie, und die Nachfrage nach günstigen Zimmern eher anzieht als nach teuren Unterkünften.

Kosten: Die einmaligen Kosten summieren sich auf maximal 9,6 Prozent des Eigenkapitals zuzüglich Ausgabeaufschlags. Die laufenden Gebühren betragen rund 1,4 Prozent des Nettoinventarwertes.

Meiner Meinung nach… Erster Dachfonds der Immac-Gruppe nach dem Blind-Pool-Konzept. Anleger beteiligen sich an einer Reihe von Immac-Zielfonds für private und institutionelle Investoren. Mit dem Konzept reagiert das Unternehmen auf die steigenden Zinsen und Baukosten, die Fonds mit einzelnen Neubauten nach Ansicht des Managements kaum noch rentabel machen. Aber auch mit dem Dachfonds-Konzept wachsen die Erträge nicht in den Himmel. Im Basis-Szenario rechnet Immac mit einem Plus von rund 50 Prozent bis zur geplanten Auflösung des Fonds Ende 2038.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde bereitgestellt vom Journalisten Markus Gotzi. Der Autor versichert, dass die Nachrichten unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Für solche Artikel ist der jeweilige Autor verantwortlich. Diese Artikel stellen die Meinung dieses Autors dar und spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der Fondsbörse Deutschland dar.

Markus Gotzi

Info zum Autor: Markus Gotzi verfasste viele Jahre lang regelmäßig Artikel zu Themen im Bereich Immobilien und Sachwerte in der Financial Times Deutschland und für das Wirtschaftsmagazin Capital, für das er vier Jahre lang als Redakteur tätig war. Aktuell publiziert er unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Darüber hinaus produzierte er Fernsehbeiträge für den Nachrichtensender n-tv, in denen er unter anderem als Experte für Beteiligungsmodelle Angebote vor laufender Kamera analysierte. Markus Gotzi ist Träger des „Deutschen Journalistenpreises“ und des „Deutschen Preises für Immobilienjournalismus“.

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